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Kiezfest 2017 am Samstag,den 08. Juli von 15 bis 22 Uhr

Liebe Nachbar*innen,

feiert mit uns am Samstag,den 08. Juli von 15 bis 22 Uhr auf der Straße vor dem Stadtteilzentrum!

Mit dabei:

* Masken bauen * Wimpel bemalen * im Sandhaufen toben * Kunst &Nachbarschaft * Familienflohmarkt * Büffet * Kuchenallerlei * gekühlte Getränke

Programm:

15.30 Uhr:Kiezchor „Fisch im Wasser“

16.30 Uhr:Trommelgruppe „Djembella“

20 Uhr:Live „Die sogenannte anarchistische Musikwirtschaft“

Wir freuen uns auf Euch!

Um sich für den Flohmarkt anzumeldet,ruft uns gerne vorher an unter:443 7178

Den Flyer zum Weiterleiten findet Ihr hier!

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Kunst-Koffer kommen auf den Teute

kunst-koffer-auf-dem-teutoburger-platz

Wer regelmäßig am Mittwoch auf dem Platz abhängt,hat es bereits bemerkt. Seit einigen Wochen sind die Leute vom Kunst-Koffer auf dem Platz. Kunst-Koffer,dieser Name steht für das Angebot an Kinder verschiedenster Altersgruppen,sich im weitesten Sinne kreativ zu betätigen und sich frei zu entfalten. Für die teilnehmenden Kinder ist das mit keinen Kosten verbunden und sie können die von ihnen geschaffenen Dinge auch mitnehmen. Um die Barrieren zur Teilnahme so gering wie möglich zu halten und um unterschiedlichsten Kindern die Partizipation zu ermöglichen,findet das Angebot im öffentlichen Raum mitten auf dem Teute statt. Das Projekt wird von Anastasia Prokopchuk (Kulturmanagerin),Bella Grigoryants (Maskenbildnerin) und Robert Michaelis (Kulturwissenschaftler) konzipiert und angestoßen.

Kunst-Koffer

Vortrag über Temporäre Spielstraßen (playstreets) in London

Einmal pro Woche auf der Straße spielen!

Temporäre Spielstraßen sind ein einfaches Instrument,im dicht bewohnten Innenstadtbereich mehr Platz für Kinder zum Spielen,Toben und Freunde treffen zu schaffen. Temporäre Spielstraßen kosten nichts und sind nachbarschaftsfördernd.
London macht vor,was Berlin noch nicht hinbekommen hat:In London wurden innerhalb von drei Jahren 100 Temporäre Spielstraßen initiiert!

Wir freuen uns auf
Paul Hocker,Direktor von LONDON PLAY.

Sein Vortrag über die vielen schönen playstreets in London ist Inspiration und Ansporn für Berlin. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zu Fragen und Diskussion.
Herzlich willkommen!!

Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.

Veranstalter:„Initiative Temporäre Spielstraßen“
Ansprechpartner:Cornelia Dittrich
0172-7483990 / mail@gethsemaneplatz.de
In Zusammenarbeit mit dem Stadtteilzentrum am Teutoburger Platz.

Zeit:Dienstag,30. Mai 2017,um 18 Uhr
Ort:Stadtteilzentrum am Teutoburger Platz
Fehrbelliner Str.92 / Berlin-Pankow / Nähe U-Bhf Senefelder Platz

Fest der Nachbar*innen am 19.05.17

Wir laden alle Nachbar*innen herzlich zum gemeinsamen Essen auf der Straße vor dem Stadtteilzentrum ein. Wir werden dort eine lange Tafel aufbauen. Außerdem wird es Live –Musik und Bastelangebote für Kinder geben. Auch der *Leila ist mit dabei.

Gemeinsam wollen wir eine Wimpelkette zur Dekoration der Fehrbelliner Straße basteln.

Bitte bringt doch eine kleine Köstlichkeit mit,sodass ein buntes Büffet entsteht. Wer mag packt sein Instrument ein und gibt was zum Besten! Vielleicht entsteht ja eine Nachbarschafts-Band?

Wir freuen uns auf Euch!

Auf der Straße

Theater am 11.5.2017 im Platzhaus um 17 Uhr

Ein musikalisches Theaterstück frei nach einer Fabel von Äsop mit Clownin Viola G. Räusche

Grillina,die Heldin der Geschichte,lebt ihr Talent:Sie spielt Geige und sie hat sich vorgenommen,die Musik in die Welt zu tragen. Auf ihrem Weg begegnet sie Iggy,dem tanzenden Igel,Ami der kleinen Arbeitsameise,großen Arbeitsameisen,einem strengen Wächter,einer Königin und vielen verschiedenen Tieren.

Den ganzen Sommer erfreut sie die Tiere des Waldes mit ihrer Musik. Dann aber kommt der kalte Winter. Während alle Winterschlaf halten und die Königin immer übellauniger wird,weil ihr die Musik fehlt,erfriert Grillina beinah. Zum Glück endet die Geschichte hier noch nicht! …Am Schluss zeigt sich,dass Musik lebensnotwendig ist und man sich mit seinen verschiedenen Gaben gegenseitig helfen kann.

Am 11.5. um 5 für alle ab 5 und wer am Einlass eine 5 würfelt bekommt seinen 5er zurück 🙂14633604_1799238310318491_4947392913933104652_o

Einladung zum Arbeitseinsatz auf dem Teutoburger Platz

Liebe Anwohner &liebe Vereinsmitglieder

Am kommenden Sonnabend,dem 29. April 2017 ist es wieder soweit:alle,die Lust auf Gartenarbeit und einen schicken Teutoburger Platz haben,treffen sich zum gemeinsamen Frühstück um 10:00 Uhr im Platzhaus und gehen eine Stunde später gestärkt an die Arbeit. Wir freuen uns immer auf neue Gartenfacharbeiter und wünschen uns,dass ihr zahlreich kommt.

Zeit:Sonnabend,29. April 2017 um 10:00 Uhr
Ort:Platzhaus auf dem Teute

Stolpersteine in Prenzlauer Berg

Liebe Bewohnerinnen und Bewohner in Prenzlauer Berg,
die Stolpersteine in unserem Stadtteil brauchen unsere Aufmerksamkeit.
Die bereits liegenden Steine und vor allem die,die noch gelegt werden sollten.

Stolpersteine sind ein interaktives,verbindendes Kunstprojekt,das nur durch das Zusammenwirken mehrere Akteure funktioniert.
Der Künstler Gunter Demnig hatte die Idee zu den Stolpersteinen als Erinnerung an die Entrechtung,Vertreibung und Ermordung ehemaliger Nachbarinnen und Nachbarn. Das Projekt ist unglaublich erfolgreich,was sehr erfreulich ist. Es ist zu einem der größten sozialen Skulpturen herangewachsen und ein wesentlicher Bestandteil der Gedenk- und Aufarbeitungskultur.

Die Anfragen von zu verlegenden Steinen in Prenzlauer Berg sind zahlreich,es können jedoch nicht alle sofort bearbeitet werden. Mit einem Antrag zur Verlegung allein ist es nicht getan. Kleinere und größere Aufgaben warten darauf,von einer Gruppe interessierter,engagierter Bewohner*innen in Prenzlauer Berg übernommen zu werden.
Es gibt bereits eine Gruppe in Pankow,die mit den Stolperstein-Recherchen und Verlegungen in Alt-Pankow schon gut zu tun hat.

Aus diesem Grunde laden wir Sie zu diesem Treffen ins Stadtteilzentrum am Teutoburger Platz ein.
Beratend anwesend werden sein die Leiterin der Koordinierungsstelle Stolpersteine Berlin,Frau Dr. Kavcic und Vertreter*innen der Stolpersteingruppe Alt-Pankow.

In der Erwartung einer aktiven Stolpersteingruppe Prenzlauer Berg,

Susanne Besch
Engagementberatung

Zeit: Montag,24. April 2017 um 17:30 Uhr
Ort: Stadtteilzentrum am Teutoburger Platz
Fehrbelliner Straße 92
10119 Berlin
Tel 443 71 78 oder
Mail:besch@pfefferwerk.de

Nachbarschaftshaus
Stolpersteine in Berlin

Platane und Ahorn für den Teute

Eine vom Grünflächenamt beauftragte Firma hat heute an der südwestlichen Ecke des Teutoburger Platzes zwei Pflanzplätze für Bäume hergerichtet. Noch im Laufe dieses Frühjahrs werden hier eine Platane und ein Ahorn gepflanzt. Sie ersetzen die beiden im letzten Jahr und vor einigen Jahren gefällten Robinien,die hier die Platzecke beschatteten.

Museum für Architekturzeichnungen:„Berliner Projekte. Architekturzeichnungen 1920-1990“

Die Ausstellung Berliner Projekte. Architekturzeichnungen 1920–1990 ist die Fortsetzung der erfolgreichen Zusammenarbeit mit dem Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt am Main,wo 2010 bereits eine Ausstellung der Tchoban Foundation stattgefunden hat.

Kaum eine andere Stadt hat sich im 20. Jahrhundert architektonisch und städtebaulich so gewandelt wie Berlin:historische Ereignisse,Wirtschaftskrisen,Kriegsschäden und Wiederaufbau,die Teilung der Stadt und die Wiedervereinigung,all das erforderte Neuplanungen und bot den Architekten und Stadtplanern Raum und Anlass für neue Projekte,neue Ideen,neue Visionen für Berlin. Die Stadt entwickelt sich weiter – so reißt die Diskussion um das künftige Aussehen Berlins nicht ab und ist heute aktueller denn je.

Die Ausstellung Berliner Projekte. Architekturzeichnungen 1920–1990 zeigt einen spannenden Abschnitt der städtebaulichen und architektonischen Entwicklungsgeschichte Berlins,illustriert durch handgezeichnete Entwürfe von Hans Scharoun,Hans Poelzig,Frei Otto,Gottfried Böhm,Zaha Hadid,Álvaro Siza Vieira und anderen namhaften Architekten. Die Präsentation darf dabei keinesfalls als vollständige chronologische Dokumentation der Architektur der Hauptstadt in diesem Zeitraum verstanden werden:Vielmehr wollten die Kuratoren mit der Auswahl der Zeichnungen die Vielfalt der Ideen und Visionen für Berlin vorstellen,zu einem Vergleich der gezeichneten und gebauten Architektur anregen sowie die hohe künstlerische Qualität der Werke hervorheben.

Neben den realisierten Bauvorhaben,wie dem Wohnhaus „Bonjour Tristesse“ von Álvaro Siza Vieira oder dem Wohnhaus am Checkpoint Charlie von OMA,werden auch Wettbewerbsbeiträge,wie zum Beispiel die Blätter von Hans Scharoun zum ersten Ideenwettbewerb für den Neubau eines Hochhauses am Bahnhof Friedrichstraße von 1922,an dem auch andere bekannte Architekten wie Ludwig Mies van der Rohe und Hans Poelzig teilgenommen haben,vorgestellt.

Die Rolle des Reichstags in der deutschen Geschichte und seine Bedeutung für Berlin ist unbestritten:Aus diesem Grunde werden die Projekte rund um das Reichstagsgebäude in der Ausstellung mit einigen prominenten Werken präsentiert:angefangen mit der Studie von Gottfried Böhm mit der begehbaren Glaskuppel über das Projekt des verhüllten Reichstags von Christo bis zum Wettbewerbsbeitrag von Lord Norman Foster,gezeichnet von Helmut Jacoby.

Ein weiterer Schwerpunkt der Ausstellung sind die Visionen für die Hauptstadt,die im Rahmen des durch das Deutsche Architekturmuseum und die Frankfurter Allgemeine Zeitung veranstalteten Wettbewerbs „Berlin morgen“ Anfang der 1990er Jahre entstanden sind,um Ideen für die Neugestaltung der ehemaligen Altstadt Berlins nach der Wiedervereinigung zu entwickeln. An diesem Wettbewerb nahmen viele bekannte Architekten teil,in der Ausstellung vertreten durch Bernard Tschumi,Mario Bellini und Manuel de Solà-Morales.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Berliner Projekte:Architekturzeichnungen 1920–1990

Laufzeit:15. Februar 2017 – 25. Juni 2017
Öffnungszeiten:Mo – Fr 14–19 h,Sa – So 13–17 h
Tickets:5 Euro,ermäßigt:3 Euro

Museum für Architekturzeichnung
Christinenstraße 18a
10119 Berlin

Infoabend:„Zivile Seenotrettung von Flüchtlingen“

im Stadtteilzentrum am Teutoburger Platz –  Fehrbelliner Str. 92

um 19.00 Uhr

pDer Geschäftsführer des Vereins Sea-Watch e.V. Axel Grafmanns wird uns über die zivile Seenotrettung von Geflüchteten im Mittelmeer berichten. Sea-Watch ist Ende 2014 aus einer Initiative von Freiwilligen entstanden,die dem Sterben im Mittelmeer nicht mehr länger tatenlos zusehen konnten. Die Europäische Union setzt sich zwar für Demokratie und Menschenrechte ein,schottet sich jedoch gleichzeitig immer weiter gegen Menschen auf der Flucht ab,so ertrinken jährlich tausende Menschen bei dem Versuch einen sicheren Hafen der EU zu erreichen,viele von ihnen in Sichtweite unserer Ufer und Strände. Sea-Watch bezieht klar Position:Es sollte kein Mensch auf der Flucht und in der Hoffnung auf ein menschenwürdiges Leben an den Außengrenzen der Europäischen Union sterben!

Wir laden Sie herzlich ein,sich zu informieren,Fragen zu stellen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Spenden für die Organisation Sea-Watch werden dankend angenommen.

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Jubiläumsausstellung:„70 Künstler/innen –70 Bilder“

Jubilaeumsausstellung Galerie F92

Liebe Freunde der Galerie F92,
wir laden Sie herzlich ein zur Vernissage der Ausstellung „70 Künstler/innen – 70 Bilder“ am Mittwoch,dem 08.03.2017,um 19.00 Uhr.

15 Jahre Galerie F92 im Stadtteilzentrum am Teutoburger Platz und zugleich der 70. Frauentag der Galerieleiterin –das muss gefeiert werden! Es gibt Buffet,Getränke an der Hausbar und Livemusik zum Hören und Tanzen.

Programm:
19 Uhr:Begrüßung durch den Bezirksbürgermeister Sören Benn,den Geschäftsführer der Pfefferwerk Stadtkultur Stefan Hoffschröer und das Team des Nachbarschaftshauses.
Worte zur Ausstellung:Viola Sandberg
19.30 Uhr:Konzert:„Vier Präludien für Streichquartett“ von Leo Spies (1899-1965). Es musizieren Streicher/innen der Komischen Oper Berlin.
20.15 Uhr singt der Popchor Vokallokal. Leitung:Annette Steinkamp.
Von 21.00 Uhr bis 24.00 Uhr spielt die Band „ Der Internationale Wettbewerb“

Kiezkino im Babylon

Bereits seit einer Woche läuft im Babylon in der Rosa-Luxemburg-Straße das Festival „DOK – DDR – Umsonst“mit 180 Filmen aus 44 Jahren. Für Leute aus unserem Kiez ist besonders der kommende Freitag interessant. Dann wird um 22:15 Uhr der Film „Berlin – Auguststraße“von Günter Jordan gezeigt. Aus der Ankündigung:

Berlin – Auguststraße DDR 1979,R:Günter Jordan,79 Min

Spandauer Vorstadt,Arbeiterwohngegend – vier Monate beobachtet Regisseur Günter Jordan die Schule in der Auguststraße 22. Die Kinder kommen aus der Rosenthaler,Koppen- und Gipsstraße und kennen keinen Neubaukomfort,aber sie lieben ihre Straße mit dem unverwechselbaren Berliner Milieu.
Im Fokus des Dokumentarfilms steht zum einen der junge,unkonventionelle Lehrer Bodo Jäger,der seine Schüler zu Diskussionen auffordert,Widerstand provoziert,aber zugleich Disziplin und Pflichtbewusstsein verlangt. Ihm geht es vornehmlich um demokratische Freiheiten und individuelle Selbstbestimmung. Auf der anderen Seite widmet sich der Filmemacher – ursprünglich selbst Lehrer – dem Mädchen Petra,jüngstes Kind einer elfköpfigen Familie. Ihre Mutter ist allein erziehend und berufstätig,einer ihrer Brüder sitzt im Gefängnis.

Ein inhaltlich aufschlussreicher Film mit Bildern nicht nur von der alten Auguststraße. Auch die Große Hamburger Straße,der Hackesche Markt,die Oranienburger Straße und der Berliner Dom zeigen den Zustand von Berlin Mitte vor über 35 Jahren.

Bei allen Filmen in der vierwochigen reihe heißt es:Eintritt frei!

Babylon:DOK – DDR – Umsonst

Arbeitseinsätze 2017

In diesem Jahr werden wir an fünf Samstagen einen Abeitseinsatz auf dem Platz durchführen. Die so genannten Teutesubbotniks sind eine alte Tradition,von der wir auch im Sommer 2017 nicht lassen. Hier die Termine im Überblick:

Sonnabend,29. April 2017
Sonnabend,1. Juli 2017
Sonnabend,26. August 2017
Sonnabend,14. Oktober 2017
Sonnabend,25. November 2017

Die Subbotniktermine laufen immer gleich ab. Los geht es um zehn Uhr am Morgen mit einem gemeinsamen Frühstück im oder bei gutem Wetter vor dem Haus. Eine Stunde später machen wir uns an die Gartenarbeit und verschönern den Teutoburger Platz. Ob Mitglied oder Anwohner,ob Kiezgast oder Tourist,ob eine oder gleich zwei linke Hände,willkomen sind alle,die Lust und Energie haben,sich um unser aller Platz zu kümmern.

Filmreihe zum Thema „Nachbarschaft(en)“

Am Dienstag,den 24.01. starten wir um 19.30 Uhr mit der kolumbianischen Tragikömodie „Die Strategie der Schnecke“ aus dem Jahr 1993 in unsere diesjährige Filmreihe zum Thema „Nachbarschaft(en)“.

Bringen Sie ne Tüte Popcorn mit –wir freuen uns auf Sie!

Zum Film:Im Altstadtviertel der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá soll ein Haus geräumt und seine Bewohner*innen auf die Straße gesetzt werden. Zu den Bewohner*innen gehören der alte Anarchist Jacinto,der Rechtsanwalt ohne Zulassung Romero,der Transvestit Gabriel,ein junger Revolutionär und eine alte Frau mit ihrem schwerkranken Mann. Während Romero versucht,den unabwendbaren Rausschmiss mit rechtlichen Kniffen hinauszuzögern,entwickelt Don Jacinto die „Strategie der Schnecke“…

Filmabend_Nachbarschaftshaus_facebook

Anwohnerversammlung „Was soll hier denn noch alles gebaut werden?“am 6.12.2016

Ein Bericht aus der Vorbereitungsgruppe

Anlass der Veranstaltung war der Unmut in der Nachbarschaft über das Neubauprojekt auf der Fläche von Kaiser’s. Wir wollten eine Plattform bieten,um sich über Veränderungen im Kiez auszutauschen. Ziel war es,einen Raum zur Verfügung zu stellen und zu schauen,an welchen Punkten die Nachbarschaft näher zusammen rücken kann.

Die Anwohnersammlung begann mit einem World Café,das folgende Fragen zum Thema hatte:
1) Was bedeutet Nachbarschaft für mich?
2) Was sind meine Befürchtungen hinsichtlich von Neubauprojekten?
3) Ideenbörse:Was können wir tun,damit alle bleiben können?

Im Anschluss referierte Dr. Andrej Holm über Gentrifizierung und stellte mögliche Handlungsansätze und Beispiele aus anderen Städten vor.

Zu dem Referat:

Über den Stadtteil Prenzlauer Berg gibt es viele Stereotypen,aber die reale Situation,die wir vorfinden,ist geprägt von ökonomischen Prozessen. Es ist wichtig die politisch-ökonomischen Veränderungen anzuschauen,um die Bilder über die verschiedenen Lebensstile begreifen und einordnen zu können.

Blicken wir zurück auf die Phase der Sanierung in den 1990er Jahren,Prenzlauer Berg war Sanierungsgebiet. 60% der Maßnahmen,der Sanierungen,wurden öffentlich gefördert. Aber es gab die Bedingung,dass eine Mietpreisbindung für 20 Jahre gilt. Damals flossen in die Sanierung,die teilweise von den Menschen selber durchgeführt wurde,große Summen,aber die Menschen,die hier lebten,konnten zu über der Hälfte etwa bleiben.

Ende der 1990er Jahre klagten Eigentümer gegen die Mietpreisbindung. Das war auch die Phase der Abschreibungsmodernisierung:So konnten 1999/2000 Steuerabschreibungen geltend gemacht werden,d.h.,dass die Eigentümer nicht über die Mieten reich werden wollten,sondern darüber,dass sie Steuern abschreiben konnten. In dieser Phase konnten noch rund 40% der Menschen bleiben. Die Option des Steuern-Abschreibens ist gekappt worden.

Dann endet die Mietpreisbindung. Es wird von einer 2. Phase der Sanierung gesprochen,die in den letzten Jahren begann. In dieser Phase verlor die Mietpreisbindung an Gültigkeit und es wurden Fassadendämmungen vorgenommen und Aufzüge gebaut. Das schlug sich nieder auf den Mietpreis. Investoren,die hier bauen wollten,verwandelten dann 45% der Wohnungen in Eigentum. Das war verheerend,viele Menschen mussten ausziehen wegen Eigentümerwechsel und Mieterhöhungen. Es blieben nur 25% der ehemaligen Bewohner.

Die hohen Mieten haben Pberg in einen Closed Shop verwandelt. 2/3 der Bewohner ist zwischen 25 und 40 Jahre alt. Am Kollwitzplatz haben 80% der Bewohner*innen einen Hochschulabschluss. Aber:Es sind nicht nur arme Menschen,die gehen müssen,auch das mittlere Einkommen reicht oft nicht aus,um 15/16 Quadratmeter finanzieren zu können. Je höher die Neumiete in Pberg ist,umso unwahrscheinlicher ist es,hier umziehen zu können. Das fördert eine weitere Homogenisierung. Der Druck auf Altmieter wächst.

Zu beachten ist,dass es keine individuelle Lösung in diesem Kiez im Falle einer Mieterhöhung mehr gibt. Es kann nur mit kollektiven Lösungen gearbeitet werden. Beispiele findet man in St. Pauli,In den sogenannten Esso-Häusern wehrten sich die Menschen,sie wurden dann als Nachbarschaft in den Bauprozess einbezogen. Die Frage ist also nicht,wieviel wird hier noch gebaut,sondern was wird hier noch gebaut? Darauf müssen wir Einfluss nehmen und uns zusammenschließen. Die Boden- und Grundstücksfrage muss gestellt werden.

In der weiteren Debatte wurden folgende Vorschläge gemacht:
–Stadträte einladen und in die Verantwortung nehmen
–Soziale Auflagen bei Neubauten fordern und sich einmischen! Sozial orientierte Bodennutzung,siehe München
–Kiezvernetzung erweitern,Emailadressen tauschen,vernetzen
–Positive Wohnbeispiele bekannt machen,Genossenschaften einbeziehen und vernetzen,Inseln sichtbar machen
–Symbolischer Protest gegen Neubau,Sichtbar sein beim Richtfest/ Spielerisches Begrüßen
–Aktivierende Befragung über das Wohnen im Kiez

Dokumente:
Ergebnis Tisch 1
Ergebnis Tisch 2
Ergebnis Tisch 3
Ergebnis weiterer Ausblick