Sääääähr hübsch. Da haben sich mal wieder postpupertierende ArchitektInnen schön austoben dürfen. Ich hoffe alles schön schwarz wie an der Torstraße/Rosa Luxemburg Straße. Das würde dem ganzen noch die Krone aufsetzen und wäre wirklich zeitgemäß und gut für das Stadtklima in Zeiten der Klimaerwärmung sowieso.
Nicht,dass ich begeistert darüber bin,dass die alten Remisen am Pfefferberg so mir-nichts-dir-nichts abgerissen worden sind. Aber dies (wenn es denn wirklich so wird) ist endlich mal was anderes als das x-te Eigentumswohnungsobjekt,an dem sich ein anonymer Bauträger auf Kosten des Mietspiegels ein goldenes Näschen verdienen will. Wir dürfen gespannt sein,was sich hinter diesem schwarz-weißen Bild wirklich verbirgt.
was auch immer eure meinung ist dazu,es wäre super wenn ihr zahlreich zum sanierungsbeirat erscheinen würdet,schliesslich geht es darum uns einzubringen,und klar zu stellen das wir auch hier wohnen! 16. 9. 2010 um 18 uhr in der schwedter strasse 263.
In der Hoffnung auf einen nicht einseitig ausgerichteten Diskussionsverlauf sollte es m.E. bald eine Präsentation des Projektes durch und eine Diskussion der Bewohner dieser Stadt mit dem Bauherren stattfinden! Schließlich gibt es rund um den Teute nicht nur Landschaft,sondern auch Stadt,inklusive Bürgern dieser Stadt,die nicht nur ein Recht auf Dialog haben,sondern auch die Pflicht,die Stadt im Namen auch zukünftiger Generationen mit zu gestalten.
“Meinen eigenen “göttlichen Auftrag” zu erfüllen oder eine Art künstliche Umgebung zu schaffen,war nie mein Ziel. Für mich sind Landschaft und Stadt zwei sich gegenüberstehende Dinge. Die Stadt dringt mit ihrer Künstlichkeit und Geometrie in die Landschaft ein. So war es immer und so wird es auch weiterhin sein. Die ökologischen Folgen dieser Entwicklung werden immer gravierender,der Prozess ist einseitig. Dem muss man heute aktiver entgegen wirken als früher.”(aus einem Gespräch mit dem Architekten Sergei Tchoban)
Ach es schmerzt mich,eine solche Hässlichkeit auch nur auf dem Bild zu sehen. Wie kann man nur an das schöne alte Gemäuer des Pfefferberges einen solchen hervorspringenden Stapel von überdimensional gestapelten Schuhkartons hinstellen? Warum sind so viele Architekten so unfähig,Neues an das Bestehende stielvoll anzupassen? Die ganze Stadt ist voller Architekten-Sünden:Wie oft sieht man zwischen wunderschönen viergeschossigen Altbauten einen fünfgeschossige “modernen”Kasten! Das Bild löst bei mir folgende Assoziationen aus:kalt,kantig,schroff,abweisend,bedrohend,lieblos…ich kann nur hoffen,dass mich das Bild täuscht,dass meine Phantasie nicht ausreicht,die verborgenen lebendigen und verspielten Elemente zu erkennen –ich wünsche mir,dass ich mich täusche oder dieser Entwurf verworfen oder überarbeitet wird.
Hi,ich bin “nur”eine Wahlberlinerin aus Wien,seit 17 Jahren in Deutschland,jetzt Zionskirchstrasse. Bin aus der Linienstrasse 56 vertrieben worden,mit wunderschönen funktionierenden Kachelöfen,tollem Fischgrätparkett,zugegebenermaßen renovierungsbedürftige Fenster (hätte ich getan) weil man meinem Vermieter 10.000.- Euro geboten hat wenn er auszieht,ohne Option auf Kauf und ich musste mit raus. Dort entsteht sowieso ein furchtbares Objekt nach dem anderen.Dieser Betonklotz am Pfefferberg(nehme an das ist nicht alles Glas,dann wäre es vielleicht ganz okay)nimmt mir wahrscheinlich genau die Luft zum atmen,was ich an dieser Strasse so schätze. Den Blick,in der Mitte stehend,links den Turm vom Pfefferberg sehen und rechts die Zionskirche im Abendlicht………
Ich bin grundsätzlich dem Tschobanbau gegenüber aufgeschlossen.
Zunächst mal muss gesagt werden,dass an dieser Stelle nie ein Gebäude stand. Das ist aber kein Argument,hier für alle Zeiten eine Leerstelle zu lassen. Auch andere Grundstücke im Bezirk waren nie bebaut,zum Beispiel der große Parkplatz zwischen Kastanien- und Schönhauser Allee gegenüber dem Prater.
Ein Museum für Architekturzeichnungen an der Christinenstraße begrüße ich. Zusammen mit der Architekturforum AEDES könnten sich Synergieeffekte ergeben. Museumsbesucher kommen tagsüber zwischen 10 und 18 Uhr in den Kiez und haben normalerweise keine Bierflasche in der Hand. Die Belastung für die Wohnbevölkerung am Platz dürfte weit geringer ausfallen als die Belästigung durch ein Hostel.
Dass die Architektur des geplanten Museums kontrovers diskutiert wird,kann ich verstehen. Ein Ausstellungsgebäude hat aber nun einmal andere Anforderungen als ein Wohnhaus. Weltweit werben Museumsbauten mit spektakulären Architekturen für sich,es ist deshalb völlig okay,wenn Tschoban dort einen Hingucker hinstellt und keine Mimikri betreibt.
Das zur Zeit eingerüstete Haus Christinenstraße Nummer 17 ist das älteste und architektonisch wertvollste Haus am Platz,die klassizistische Architektursprache erinnert an Schinkel. Direkt neben der Christinenstraße 17 liegt das Haus Nummer drei des Pfefferbergs,das jetzt von Olafur Eliasson genutzt wird. Der Backsteinbau mit Turm und angedeuten Schießscharten auf dem Dach kommt einem so vor,als sei Ende des 19. Jahrhunderts ein schottisches Schloss nach Berlin verpflanzt worden. Zusammen mit dem Tschobangebäude ergibt sich ein interessanter Dreiklang von Architekturen aus drei unterschiedlichen Zeiten,Anfang und Ende des 19. Jahrhundert und Anfang des 21. Jahrhunderts. Mir gefällt das.
Ziemlich grauslig schaut das schon aus,was da auf dem Gelände des Pfefferberges anstelle der abgerissenen beiden Gebäude entstehen soll. Allerdings fehlen noch einige wesentliche Accessoires,damit die Sache richtig rund wird:Stacheldraht und Selbstschussanlagen sowie ein Kolonnenweg – der könnte ja durch die breite Christinenstraße führen. Ansonsten wäre der Wachturm komplett.
Die Abbildung legt nahe,dass hier ein Betonbau geplant ist. Erschreckend sind auch die Ähnlichkeiten zu den Berliner Hochbunkern aus dem 2. Weltkrieg.
Wenn sich hier ein noch lebender,durchaus nicht hochbetagter Architekt (Baujahr 1962) unbedingt ein eigenes Museum hinsetzen muss,sein Problem. Wenigstens sollte dies dann aber so gestaltet sein,dass es sich mit seiner architektonischen Nachbarschaft und den Menschen,die hier leben,vertragen kann. Dazu wäre es aber auch nötig,dass wir als Nachbarn mehr Informationen über das geplante Aussehen des Baues bekommen müssten.
Die hier gezeigte Abbildung des Bauvorhabens zeigt einen hermetisch abgeschlossenen Block,ohne Öffnung zum öffentlichen Straßenraum,es fehlt die Anbindung und Einbindung in das städtebauliche Gefüge des Umfeldes.
Ein Blick auf die im Internet veröffentlichte Projektliste von nps tchoban voss GmbH &Co. KG zeigt,dass das Büro bei der Realisierung von Bauvorhaben durchaus auch Rücksicht auf das jeweilige Umfeld nimmt,und dennoch zeitgenössische Architektur verwirklicht. Daher stellt sich die Frage,warum das nicht auch hier vor unseren Haustüren möglich sein soll.
Kann hier im Bezirk Pankow jeder Bauherr tun und lassen was er will? Warum bezieht die zuständige Behörde in Pankow und der zuständige Stadtrat keine Position,oder werden etwa die Probleme gar nicht wahrgenommen? Auch das wäre fatal und ein Anlass,mal umso mehr die Frage nach einer übergeordneten politischen Verantwortung zu stellen,sonst kann es uns passieren,dass wir demnächst von weiteren Bauvorhaben dieser Bunkermentalität überzogen werden.
Was außerdem fehlt,ist die Einbindung in weitere geplante Neubauten im Pfefferberggelände,so der Neubau auf der linken Seite –der bisherigen Einfahrt von der Christinenstraße,der Umbau der ehemaligen Schankhalle und die eventuelle Neubebauung des Nordhofes. Es entsteht der Eindruck,dass hier nur scheibchenweise Informationen abgegeben werden und diese auch so spät,dass rechtliche Fakten geschaffen werden,die eine Mitwirkung von Bürgern –die doch so gerne von uns abgefordert wird –nahezu unmöglich machen. Das schafft Verdruß und Zorn!
[...] Beiträge im Teuteblog zum geplanten Museumsbau an der Christinenstraße:24. August:Pfefferbergbebauung an der Christinenstraße (mit bisher 10 Kommentaren) 2. September:Tchoban in Farbe (mit zur Zeit 2 Kommentaren) 13. [...]
Einladung zum Kiezspaziergang durch die prenzlige Mitte:Lieber flo!Super,was Du alles über mich weisst! Über meine Wünsche und Sehnsüchte,über meine selbstgeschusterte Kreativität,über meine Gewalttätigkeit,usw. Bist Du Hellseher oder Psychologe...?:) Interessant,dass Du das Thema "Sozialneid" aufbringst,von dem ich gar nicht gesprochen hatte. Mich hat der "Sozialneid" nicht in die Gegend gebracht. Die Zehdenicker habe ich bislang auch nicht als "bunten Kiez" erlebt. Mir kommt die Ecke ganz schön bürgerlich vor. Dir nicht? Ich komme aus Berlin (soll's ja auch mal geben!) und habe schon in weitaus "bunteren Kiezen" gewohnt. Ich g...
Kietz meiner Kindheit:Vielleicht wurde ein Löschteich (wie auf dem Helmholtzplatz) angelegt,um Dachstuhlbrände durch die Phosphorbomben schnell zu löschen?
Einladung zum Kiezspaziergang durch die prenzlige Mitte:Hallo flo,sach mal,wie viel Jahre muss ich im Kiez wohnen,um anerkannter "noch verbliebener Alteinwohner_innen" zu sein. Meine ich ernst,ich weiß nämlich nicht,ob ich nun zu den Pionieren oder zu den Gentrifiziern gehöre. Bin 2006 immerhin aus der Uckermark in die Choriner gezogen,verdiene gut und zahle 12,45 € bruttowarm Miete. Soll ich wieder in die Uckermark zu den Nazis ziehen? Wenn ich jemanden verdrängt habe,tut es mir leid. Aber davon stand nichts in der Wohnungsanzeige.Und noch eine Frage:Was meinst Du genau mit "soziales Miteinander im Kiez"? Muss ich jetzt jeden ABend i...
Einladung zum Kiezspaziergang durch die prenzlige Mitte:@pascalja,du hast die Gentrifizierungstheorie begriffen,und nun?Der Rest deiner Argumentation sind nicht mehr als unendliche Male wiedergekäute Argumente von "sich nun mal verändernden Stadtvierteln" und so weiter. Fehlt eigentlich nur noch der Spruch vom Sozialneid.Aber war es nicht eher Sozialneid der dich,egal für welchen Preis,in die Gegend verschlagen hat? Denn ein Lebensgefühl und ein Stück vom "bunten Kiez" kann man sich ja kaufen? Auf Ablehnung zu stoßen,weil man mit genau solchem Tun andere,ob nun Spießbürger oder nicht,verdrängt,passt dann doch nicht ins selbstgeschust...
Einladung zum Kiezspaziergang durch die prenzlige Mitte:@"noch ein Anwohner":Frag Dich mal nicht so viel (wenn ein Bild auf einer Ankündigung für eine Veranstaltung ein Hinweis auf die Täter einer Straftat ist,dann hätte die Polizei ganz schön viel zu tun),sondern geh doch mal zum Kiezspaziergang und hör Dir die Sache an,wenn Dich das Thema interessiert. Und was soll das mit den Wahrheiten hinbiegen? Auf diesem Blog darf man seine Meinung äußern und es darf Diskutiert werden!!! Und der Spaßfaktor ist eher gering,wenn mann sich per Kommentar mit "noch ein Anwohner" und "Anwohner"...(habt ihr alle keine ordentlichen Namen)... auseinandersetzte...
Einladung zum Kiezspaziergang durch die prenzlige Mitte:Krass,wie ihr der Gewalt und Sachzerstörung das Wort redet. Wenn Ihr in den Innenhof geht,um da mal megafonmässig eure nachbarn zu erschrecken,frage ich mich,was mit euch los ist. Super:Die in den Choriner Höfen lebenden Kinder haben Angst bekommen oder wurden aus dem Schlaf gerissen. Die Erwachsenen wundern sich über euch. Was wollt ihr erreichen? Dass die Choriner Höfe wieder abgerissen werden? Wird nicht passieren. Dass weiter Farbbeutel und Steine gegen die Fassaden geworfen werden? Dafür steht die Versicherung ein,die dann ihre Prämien erhöhen kann. Letztlich werdet ihr nur erreiche...
Einladung zum Kiezspaziergang durch die prenzlige Mitte:Ich verstehe die Gefühle von den Einwohnern unseres Kiezes. Ich persönlich fuehle mich auf'm Teute noch gut,aber zum Kollwitz Platz traue ich mich nicht mehr.Meine Frage ist welche Vorschlaege habt ihr dagegen zu wirken? Das ist in eurer "Einladung" nicht erklaert. WBS erweitern? Die Besserverdiener einfach nett fragen ob sie nicht lieber nach Pankow ziehen wollen? Jedes vierte Haus als Staatseigentum zu enteignen?Ich meine es ernst? Was soll man dagegen tun?
Einladung zum Kiezspaziergang durch die prenzlige Mitte:Schon unglaublich,wie man sich auf dem Plakat mit den Farbbeutelwerfern und deren Gewaltmethoden verbrüdert. Es fehlt leider noch die kaputte Fensterscheibe am Eingang,die auch eingeschlagen wurde. Da fragt sich,ob man bei dieser Nähe bei den polizeilichen Untersuchungen nicht bei den Organisatoren dieses Spaziertgangs beginnen sollte.Und nur damit Ihr das in diesem Jahr richtig darstellt:letztes Jahr hieß es nämlich abstruser Weise,die Höfe seien ein Beispiel für eine gated community. Erstens gibts noch gar kein gate und zweitens wird vergessen,dass Hinterhöfe in Berlin grundsätzlic...
Ein Monat Parkzone am Teutoburger Platz:Gibt es denn auch Meinungen dazu,dass man einen Strafzettel bekommt für eine Stelle,an der man gar nicht gestanden hat? Sicher gut für den Landeshaushalt,aber ich bezahle nicht gerne für Dinge,die ich nicht gemacht habe.
Kietz meiner Kindheit:Das ist ja schön,so eine anschauliche Geschichte lesen zu können. Was ist denn mit den "Luftschutzmaßnahmen" gemeint? - Weiß das jemand?
Choriner Höfe eingefärbt:ich war auch schockiert. Nicht von den bunten Flecken,sondern von der Hausfassade. Die ist echt gruslig. Gibt es eigentlich Schmerzensgeld für die (wirklichen) AnwohnerInnen,die sich das die ganze Zeit anschauen müssen?
Fundstück mit Pathos:Genau! Sehr schön zusammengefasst!Übrigens ist der letzte Klub aus dem Prenzlauer Berg schon verschwunden! Es war das Icon.Die letzten Baulücken werden auch gerade geschlossen,wie am Beispiel des Pfefferbergs zu sehen...
Christinenstraße 16/17:Kiezaktion... :Guten Abend,immer nur meckern ist scheiße! Das werden zwei sehr schöne Häuser. Man muss einfach mal sagen,das haben die Jung bisher gut gemacht. Nur es dauert halt immer ein wenig.Paul
Choriner Höfe eingefärbt:Also als ich das Foto gemacht hab,kamen gleich mehrere Leute vorbei,die sich über die Farbe an der Fassade freuten und dies ganz offen zum Ausdruck brachten. War vielleicht keine repräsentative Stichprobe...
Choriner Höfe eingefärbt:@noch ein anwohner:da hat also jemand einen (sach-) schaden - ich dachte immer,die neuen nachbarn zieht es nach prenzlauer berg,weil es etwas bunter ist. hier fehlt wohl noch eine konkrete wunschliste,wie der kiez genau zu übergeben ist - aber vielleicht wollen das die letzten verbliebenen gar nicht?mit den von dir zitierten 99% prozent haben wir hier übrigens früher schon erfahrungen gesammelt:frei nach stalin kommt es bei wahlen nicht auf die abstimmung,sondern nur auf die auszählung an - deinem ergebnis würde ich mich jedenfalls auch wieder nicht anschließen wollen. ein jetzt ...
Choriner Höfe eingefärbt:Das vermiest mir die Stimmung trotzdem nicht,auch trotz der dauernden undifferenzierten Anfeindungen u.a. auf Webseiten,die angeben,sich für Toleranz und eine gute Nachbarschaft einsetzen zu wollen,stattdessen aber mit gewisser Schadenfreude über den Schaden der Nachbarn berichten.Denn ich weiß ja,ich kann mich dabei auf das Occupy-Motto berufen:Wir sind 99 %! (Ähnlich wie beim gescheiterten Protest gegen den von einem GRÜNEN Bezirksrat beschlossenen Umbau der Kastanienallee - viel Lärm einiger weniger um nichts)Dass es keinen Sachschaden im engeren Sinne gab,stimmt im Übrigen n...
Choriner Höfe eingefärbt:Naja,könnt sich ja auch um praktische Architekturkritik handeln. So abweisend wie gerade der Bauabschnitt an der Choriner Straße aussieht,würde mich das nicht wundern...
"Choriner Höfe":Kein feines Leben für Nachbarn:Wer sich sozialen Fragen nicht stellen möchte,könnte man ja empfehlen in die USA auszuwandern oder derzeit ist auch Großbritannien eine gute Adresse. Und wer glaubt,dass er in einem System des Fressens und Gefressen werden leben will,soll doch in den Dschungel oder in eine Dieter Bohlen-Show gehen.Die Frage "wem gehört die Stadt" ist eine gute. Ich finde man kann auch fragen:Warum gehört den Leuten,die Geld geerbt haben,dieses Geld oder die Wohnung,die sie sich von dem geerbten Geld kaufen?
Sääääähr hübsch. Da haben sich mal wieder postpupertierende ArchitektInnen schön austoben dürfen. Ich hoffe alles schön schwarz wie an der Torstraße/Rosa Luxemburg Straße. Das würde dem ganzen noch die Krone aufsetzen und wäre wirklich zeitgemäß und gut für das Stadtklima in Zeiten der Klimaerwärmung sowieso.
Nicht,dass ich begeistert darüber bin,dass die alten Remisen am Pfefferberg so mir-nichts-dir-nichts abgerissen worden sind. Aber dies (wenn es denn wirklich so wird) ist endlich mal was anderes als das x-te Eigentumswohnungsobjekt,an dem sich ein anonymer Bauträger auf Kosten des Mietspiegels ein goldenes Näschen verdienen will. Wir dürfen gespannt sein,was sich hinter diesem schwarz-weißen Bild wirklich verbirgt.
was auch immer eure meinung ist dazu,es wäre super wenn ihr zahlreich zum sanierungsbeirat erscheinen würdet,schliesslich geht es darum uns einzubringen,und klar zu stellen das wir auch hier wohnen!
16. 9. 2010 um 18 uhr in der schwedter strasse 263.
In der Hoffnung auf einen nicht einseitig ausgerichteten Diskussionsverlauf sollte es m.E. bald eine Präsentation des Projektes durch und eine Diskussion der Bewohner dieser Stadt mit dem Bauherren stattfinden! Schließlich gibt es rund um den Teute nicht nur Landschaft,sondern auch Stadt,inklusive Bürgern dieser Stadt,die nicht nur ein Recht auf Dialog haben,sondern auch die Pflicht,die Stadt im Namen auch zukünftiger Generationen mit zu gestalten.
“Meinen eigenen “göttlichen Auftrag” zu erfüllen oder eine Art künstliche Umgebung zu schaffen,war nie mein Ziel. Für mich sind Landschaft und Stadt zwei sich gegenüberstehende Dinge. Die Stadt dringt mit ihrer Künstlichkeit und Geometrie in die Landschaft ein. So war es immer und so wird es auch weiterhin sein. Die ökologischen Folgen dieser Entwicklung werden immer gravierender,der Prozess ist einseitig. Dem muss man heute aktiver entgegen wirken als früher.”(aus einem Gespräch mit dem Architekten Sergei Tchoban)
Ach es schmerzt mich,eine solche Hässlichkeit auch nur auf dem Bild zu sehen. Wie kann man nur an das schöne alte Gemäuer des Pfefferberges einen solchen hervorspringenden Stapel von überdimensional gestapelten Schuhkartons hinstellen? Warum sind so viele Architekten so unfähig,Neues an das Bestehende stielvoll anzupassen? Die ganze Stadt ist voller Architekten-Sünden:Wie oft sieht man zwischen wunderschönen viergeschossigen Altbauten einen fünfgeschossige “modernen”Kasten! Das Bild löst bei mir folgende Assoziationen aus:kalt,kantig,schroff,abweisend,bedrohend,lieblos…ich kann nur hoffen,dass mich das Bild täuscht,dass meine Phantasie nicht ausreicht,die verborgenen lebendigen und verspielten Elemente zu erkennen –ich wünsche mir,dass ich mich täusche oder dieser Entwurf verworfen oder überarbeitet wird.
Hi,ich bin “nur”eine Wahlberlinerin aus Wien,seit 17 Jahren in Deutschland,jetzt Zionskirchstrasse. Bin aus der Linienstrasse 56 vertrieben worden,mit wunderschönen funktionierenden Kachelöfen,tollem Fischgrätparkett,zugegebenermaßen renovierungsbedürftige Fenster (hätte ich getan) weil man meinem Vermieter 10.000.- Euro geboten hat wenn er auszieht,ohne Option auf Kauf und ich musste mit raus. Dort entsteht sowieso ein furchtbares Objekt nach dem anderen.Dieser Betonklotz am Pfefferberg(nehme an das ist nicht alles Glas,dann wäre es vielleicht ganz okay)nimmt mir wahrscheinlich genau die Luft zum atmen,was ich an dieser Strasse so schätze. Den Blick,in der Mitte stehend,links den Turm vom Pfefferberg sehen und rechts die Zionskirche im Abendlicht………
Ich bin grundsätzlich dem Tschobanbau gegenüber aufgeschlossen.
Zunächst mal muss gesagt werden,dass an dieser Stelle nie ein Gebäude stand. Das ist aber kein Argument,hier für alle Zeiten eine Leerstelle zu lassen. Auch andere Grundstücke im Bezirk waren nie bebaut,zum Beispiel der große Parkplatz zwischen Kastanien- und Schönhauser Allee gegenüber dem Prater.
Ein Museum für Architekturzeichnungen an der Christinenstraße begrüße ich. Zusammen mit der Architekturforum AEDES könnten sich Synergieeffekte ergeben. Museumsbesucher kommen tagsüber zwischen 10 und 18 Uhr in den Kiez und haben normalerweise keine Bierflasche in der Hand. Die Belastung für die Wohnbevölkerung am Platz dürfte weit geringer ausfallen als die Belästigung durch ein Hostel.
Dass die Architektur des geplanten Museums kontrovers diskutiert wird,kann ich verstehen. Ein Ausstellungsgebäude hat aber nun einmal andere Anforderungen als ein Wohnhaus. Weltweit werben Museumsbauten mit spektakulären Architekturen für sich,es ist deshalb völlig okay,wenn Tschoban dort einen Hingucker hinstellt und keine Mimikri betreibt.
Das zur Zeit eingerüstete Haus Christinenstraße Nummer 17 ist das älteste und architektonisch wertvollste Haus am Platz,die klassizistische Architektursprache erinnert an Schinkel. Direkt neben der Christinenstraße 17 liegt das Haus Nummer drei des Pfefferbergs,das jetzt von Olafur Eliasson genutzt wird. Der Backsteinbau mit Turm und angedeuten Schießscharten auf dem Dach kommt einem so vor,als sei Ende des 19. Jahrhunderts ein schottisches Schloss nach Berlin verpflanzt worden. Zusammen mit dem Tschobangebäude ergibt sich ein interessanter Dreiklang von Architekturen aus drei unterschiedlichen Zeiten,Anfang und Ende des 19. Jahrhundert und Anfang des 21. Jahrhunderts. Mir gefällt das.
Ziemlich grauslig schaut das schon aus,was da auf dem Gelände des Pfefferberges anstelle der abgerissenen beiden Gebäude entstehen soll. Allerdings fehlen noch einige wesentliche Accessoires,damit die Sache richtig rund wird:Stacheldraht und Selbstschussanlagen sowie ein Kolonnenweg – der könnte ja durch die breite Christinenstraße führen. Ansonsten wäre der Wachturm komplett.
Die Abbildung legt nahe,dass hier ein Betonbau geplant ist. Erschreckend sind auch die Ähnlichkeiten zu den Berliner Hochbunkern aus dem 2. Weltkrieg.
Wenn sich hier ein noch lebender,durchaus nicht hochbetagter Architekt (Baujahr 1962) unbedingt ein eigenes Museum hinsetzen muss,sein Problem. Wenigstens sollte dies dann aber so gestaltet sein,dass es sich mit seiner architektonischen Nachbarschaft und den Menschen,die hier leben,vertragen kann. Dazu wäre es aber auch nötig,dass wir als Nachbarn mehr Informationen über das geplante Aussehen des Baues bekommen müssten.
Die hier gezeigte Abbildung des Bauvorhabens zeigt einen hermetisch abgeschlossenen Block,ohne Öffnung zum öffentlichen Straßenraum,es fehlt die Anbindung und Einbindung in das städtebauliche Gefüge des Umfeldes.
Ein Blick auf die im Internet veröffentlichte Projektliste von nps tchoban voss GmbH &Co. KG zeigt,dass das Büro bei der Realisierung von Bauvorhaben durchaus auch Rücksicht auf das jeweilige Umfeld nimmt,und dennoch zeitgenössische Architektur verwirklicht. Daher stellt sich die Frage,warum das nicht auch hier vor unseren Haustüren möglich sein soll.
Kann hier im Bezirk Pankow jeder Bauherr tun und lassen was er will? Warum bezieht die zuständige Behörde in Pankow und der zuständige Stadtrat keine Position,oder werden etwa die Probleme gar nicht wahrgenommen? Auch das wäre fatal und ein Anlass,mal umso mehr die Frage nach einer übergeordneten politischen Verantwortung zu stellen,sonst kann es uns passieren,dass wir demnächst von weiteren Bauvorhaben dieser Bunkermentalität überzogen werden.
Was außerdem fehlt,ist die Einbindung in weitere geplante Neubauten im Pfefferberggelände,so der Neubau auf der linken Seite –der bisherigen Einfahrt von der Christinenstraße,der Umbau der ehemaligen Schankhalle und die eventuelle Neubebauung des Nordhofes. Es entsteht der Eindruck,dass hier nur scheibchenweise Informationen abgegeben werden und diese auch so spät,dass rechtliche Fakten geschaffen werden,die eine Mitwirkung von Bürgern –die doch so gerne von uns abgefordert wird –nahezu unmöglich machen. Das schafft Verdruß und Zorn!
Heidrun Schmitt-Martens
Übrigens hat sich der Termin für den Sanierungsbeirat geändert! Er wird am 23.09.10 um 18.00 Uhr in der Schwedter Str. 263 stattfinden.
Dort kann man die Entscheidungsträger treffen,ihre Meinungen zum Bauantrag hören und seine Meinung kundtun!
Außerdem hat man die Chance,sich zu informieren,immer mittwochs von 18.00- 19.00 Uhr in der Betroffenenvertretung,Templiner Str. 17.
Sind die krank?
[...] Beiträge im Teuteblog zum geplanten Museumsbau an der Christinenstraße:24. August:Pfefferbergbebauung an der Christinenstraße (mit bisher 10 Kommentaren) 2. September:Tchoban in Farbe (mit zur Zeit 2 Kommentaren) 13. [...]