Leute am Teute

Anwohnerverein “Leute am Teute” am Teutoburger Platz in Berlin Prenzlauer Berg

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Pro und Contra feste Carsharing-Parkplätze am Teute

Bei der Veranstaltung, bei der die Ergebnisse der BürgerInnenbefragung am Teute vorgestellt wurde, berichtete der grüne Stadtrat Kirchner, dass es bei der Einrichtung von zwei Carsharing-Parkplätzen am Teutoburger Platz erheblichen Diskussionsbedarf durch AnliegerInnen gegegeben hat.

Von dieser Diskussion habe ich bisher nichts mitbekommen. Es gab weder bei Leute am Teute e.V. noch in diesem Blog zu der Einrichtung dieser zwei Parkplätze negative Stimmen. Da es diese nun aber offenbar gab, finde ich es wichtig, dies Thema nochmal aufzugreifen.

Erstmal zum Prinzip des Carsharing, was viele sicher noch nicht kennen. Carsharing ermöglicht auf unkomplizierte Art und Weise, sich ein Auto zu leihen. Im Unterschied zum Privat-Auto hat man keine Anschaffungskosten und zahlt entsprechend der genutzten Zeit und der zurückgelegten Strecke. Es gibt im Pberg verschiedene Anbieter: DB Carsharing, Greenwheels, stadtmobil und Cambio

Pros und Contras zum Thema feste Parkplätze für Carsharing:

Für feste Parkplätze für Carsharing spricht, dass man durch Carsharing auf bequeme Art und Weise auf ein Auto zugreifen, wenn man es mal braucht. Das ermöglicht vielen Menschen auf ein eigenes Auto zu verzichten. Deswegen sind bessere Bedingungen für Carsharing sowohl ökologisch sinnvoll und mindern gleichzeitig den Parkdruck.

Eine Gegenposition zu festen Stellplätzen für Carsharing-Parkplätzen besteht darin, dass alle Autos in der Stadt ein Problem sind, egal, ob sie geteilt werden oder privat sind. Deswegen sollten möglichst viele Maßnahmen ergriffen werden, um alle Autos aus der Stadt zu verbannen.

Eine weitere Gegenposition zu festen Parkplätzen für Carsharing besteht darin, dass davon ausgegangen wird, dass jeder Mensch, ein Recht auf einen Parkplatz für sein Privatauto hat und dies in jedem Fall Vorrang vor Carsharing-Autos hat. (Allerdings wäre im Pberg einfach nicht genug Platz, allen Menschen, die hier wohnen einen Parkplatz zur Verfügung zu stellen. Zur Zeit haben die meisten Menschen um den Teute kein Auto: im Pberg ca. 300 Autos auf 1000 EinwohnerInnen, in den Außenbezirken von Berlin haben die Menschen dreimal so viele Autos).

Ich würde mich freuen, wenn die Diskussion über feste Parkplätze für Carsharing hier im Blog geführt wird.

Eines der deutlichsten Ergebnisse der Befragung durch das Nachbarschaftshaus ist übrigens, dass die Menschen am Teute der Lärm durch die Autos extrem stark stört. Das muß man bei dieser Diskussion sicher auch berücksichtigen.

Dirk Jacobi

2 Responses to “Pro und Contra feste Carsharing-Parkplätze am Teute”

  1. 1
    Andrea:

    Ich gehe eher mit der Meinung mit: Keine Extra-Parkplätze für Carsharing. Auto bleibt Auto, egal ob von vielen Leuten genutzt oder nicht. Ich fände es besser, wenn die Bevölkerung ökologischer denken und leben würde; natürlich nur im Rahmen der Möglichkeiten. Also entweder auf das Auto verzichten oder Fahrgemeinschaften (FG)bilden. Allerdings meine ich hier Gemeinschaften, welche zur gleichen Zeit das Fahrzeug benutzen (auf den Weg zur Arbeit, zum Supermarkt…). Vielleicht könnte man Leuten die genannte FG bilden auch einen Extra-Parkplatz schaffen; so als Anzeiz und Belohnung für ökologisches Handeln. Nur `ne Idee, die mir gerade in den Sinn gekommen ist.

  2. 2
    Dirk:

    Hallo Andrea,
    wobei es ja keine Extra-Parkplätze sind, sondern bereits vorhandene, die einen neuen Zweck erhalten.
    Bei Carsharing gibt es sonst das Problem, dass man das Auto, das man mieten will, erst suchen muß. Bei dem eigenen weiß man ja (in der Regel), wo man es abgestellt hat. Insofern könnte man sagen die umgewandelten Parkplätze gleichen einen Nachteil aus und machen so das Auto teilen (im Vergleich zum Alleingehörerauto) attraktiver.
    Für mich muß ich sagen, dass wir (incl. zwei kleine Kinder) uns wohl schon ein Auto angeschafft hätten, wenn es kein attraktives Carsharing geben würde. Und wir nutzen die Carsharing-Autos auch nur als FG: nämlich als vF (versammelte Familie) ;-)
    Grüße,
    Dirk

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Kommentare

  • Patenschaften für Stolpersteine - werde Patin/ Pate!: Georg Zenker Ettaler Str. 10 10777 Berlin Guten Tag, ich fühle mich seit dem Setzen des Stolpersteines vor unserem Haus im Jahr 2005 als dessen "Pate" und auch für einige Stolpersteine in der Nähe unserer Wohnung. Gelegentlich putze ich benachbarte Stolpersteine, z. B. in der Bamberger -, Regensburger- oder Welser Straße. Zwei Steine in der Regensburger Straße sind schon regelmäßig sauber geputzt. Georg Zenker, Berlin Wilmersdorf
  • Choriner Straßenfest. Heute. Jetzt.: Das Fest war richtig toll. Vorallem der Wasserspaß für groß und klein und die Live- Musik. Danke an die Organisatoren und Helfer für das schöne Fest!
  • "Choriner Höfe": Kein feines Leben für Nachbarn: Hallo mats, ist dir schonmal aufgefallen, dass über die Hälfte der Bevölkerung eben kein Vermögen aufhäufen kann und keine Perspektive dazu hat? Weil die Leute eben so über die Runden kommen, vielleicht auch noch Schulden mit sich herumschleppen, auf jeden Fall angesichts ihrer Einkommen keinen großen Sprünge machen können. Eigentumswohnungen bei den üblichen Preisen sind ein Privileg der Mittelschicht (und aufwärts). Wer da nicht dazu gehört, hat das Nachsehen. Und ist dir offenbar schnurzpiepe.
  • Patenschaften für Stolpersteine - werde Patin/ Pate!: Guten Tag, ich bin gern bereit, einige der Stolpersteine in der Nähe meines Wohnorts ( Calvinstr. 10557 Berlin) zu hüten und bei Bedarf auch zu putzen. Bei Interesse 030 39881178 Irmela Körner
  • Trauriger Teute: Hallo, danke für die tollen Artikel! Die sind alle sehr interessant. Ich werde ab jetzt demnächst mal öffters vorbeischauen. Freue mich schon auf deine nächsten Artikel. Bis danne. Freundliche Grüße Bernhard Babbe
  • "Choriner Höfe": Kein feines Leben für Nachbarn: Wenn euch kleine Wohnungen fehlen, warum kauft ihr denn keine in den Choriner Höfen? Sind dort doch reichlich und günstig zu haben. Wer einen halbwegs normalen Job hat, kann doch so eine Immobilie locker finanzieren. Gerade bei den billigen Zinsen. Kleine Wohnungen gab/gibt es dort doch schon ab ca. 150.000 Euro. Für das Geld bekommt man in Hamburg, Stuttgart, München usw. nicht mal den Grundstücksanteil bezahlt. Die Monatsrate liegt da vielleicht bei 600 bis 700 Euro. Fast geschenkt!
  • Wir bleiben Alle 1992: danke für den film
  • Fehrbelliner 90 ganz fleckig: Die Beiträge auf dieser Seite sind Dialektik für den Schulunterricht. Fragt doch mal die irren Millionäre und alten Großraumwohnungsbewohner, die Geradesokünstler und Bestseller, die eben noch in der Gegend wohnten. Hups! schon weg. Und die sind nicht weg, weil ihnen Abschläge gezahlt wurden (manchen haben die etwas über die Runden geholfen), sondern weil eine vervierfachte Miete nicht zu bezahlen war. Mal abgesehen vom Ästhetischen: Farbbeutel mit entwürdigender Lebensgestaltung i.S.v. Miete hoch und Löhne runter (für die 80% der ausgetauschten Bevölkerung, die einer hier unterschlagen hat) aufzurechnen ist Tagesschau. Gute Nacht, Prenzlauer Berg Morgen ist ein anderer Tag
  • Randale am Platzhaus: doof sowas
  • Erster Teutesubbotnik 2010: Toller Einsatz! Sieht jetzt wieder viel sauberer und einfach schöner aus!
  • Fehrbelliner 90 ganz fleckig: auweia ist das hier schlimm. jetzt muss man also eigentlich aus berlin wegziehen, um das zu finden, was man hier mal gesucht hat.. "farbbeutelanschläge" von pseudoweltverbesserern auf niedrigenergiehäuser. da fällt einem ja wirklich rein garnichts mehr zu ein. sinn ade..
  • Neue Bäume in Schwedter und Christinenstraße: Spitze ich hoffe doch das die Strasse später noch schöner aussehen wird.
  • Kurze Geschichte des Pfefferbergs: "Das Wertvollste im Leben ist die Entfaltung der Persönlichkeit und ihrer schöpferischen Kräfte". Ich finde, das trifft es hier ganz gut. Gesagt hat das übrigens Albert Einstein.
  • Subbotnik auf dem Teute: Der Leute am Teute e.V. (damals noch Bürgerinitiative Teutoburger Platz) hat vor einigen Jahren einen Nutzungsvertrag mit der Stadt abgeschlossen, in dem steht, dass wir uns im gewissen Maße um den Platz kümmern. Im Gegenzug stellt uns die Stadt das Platzhaus auf dem Teute zur Verfügung und bezahlt auch die Unkosten. Ich denke das ist ein vertretbarer Deal. Ansonsten finde ich es auch nicht richtig Anwohner und 1 Eurojobber für solche Arbeiten dauerhaft einzusetzen.
  • Subbotnik auf dem Teute: So muss das sein. Keiner brauch sich mehr zu beschweren, wenn Grünanlagen in Berlin nicht ordentlich aussehen. Es helfen einfach alle Bewohner dieser Stadt mit und räumen auf. Ich freu mich.
  • BSDSS: Sehr lustig dieser Brötchen äh Verzeihung Schrippentest. Leider wird es immer schwieriger in diesem Bereich gute Qualität zu finden. Denn auch bei vielen Bäckereien sieht es ja vorne traditionell aus und hinten werden trotzdem fertige Teiglinge in den vorgeheizten Ofen geschoben. Den Drucktest muss ich mir aber mal merken...stellt sich nur die Frage was meine Mitmenschen sagen, wenn ich nächsten Samstag erst mal alle Schrippen plattquetsche...
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  • 349 Öre sind nicht genug - jetzt Nachzahlung sichern!: Sehr interessanter Beitrag welchen du da verfasst hast. Endlich hab ich das gefunden was ich gesucht hatte. Ich wuerde auch gerne den RSS Feed von deinem Blog abonieren aber leider finde ich diesen nicht. Wo muss ich denn danach suchen?
  • Ausstellungseröffnung "Gegenentwürfe": Im Tagesspiegel gibt es einen Bericht über die "Gegenentwürfe"-Ausstellung: Der Wende auf der Spur
  • Fleischtempel auf dem Pfefferberg: ich mag the smith