Leute am Teute

Anwohnerverein “Leute am Teute” am Teutoburger Platz in Berlin Prenzlauer Berg

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Zum Verkauf der Christinenstraße 33

In den umliegenden Straßen wurde ein Zettel mit der Überschrift Vorsicht “Genossenschaft”! verklebt. Darin heißt es:

“Die “Wohnungsbaugenossenschaft Bremer Höhe” hat das selbstverwaltete Haus Christinenstr. 33 an den Münchener Immobilienhändler Dirk Germandi (”Profi Partner”) verkauft und damit einen Profit von einigen 100.000 € gemacht.

Germandi befindet sich bereits im Konflikt mit dem Mieterkollektiv in seinem Haus Göhrener Straße 1. An Stelle des Selbsthilfeprojektes sollen dort teure Eigentumswohnungen entstehen.

Die “Bremer Höhe” hat es vor dem Verkauf versäum6t, die Hausbewohner über das Geschäft mit Gemandi aufzuklären. Auch die eigene Mitgliederversammlung durfte es nicht erfahren. Denn sonst wäre noch aufgefallen, dass Mieterrechte und Satzung der Genossenschaft missachtet wurden, um einen möglichst hohen Preis zu erzielen.

Die Genossenschaft braucht Geld, weil sie immer weniger Fördermittel erhält. Aber ist dazu jedes Mittel recht?

Baustadtrat Michail Nelken (Die LInke) hat den Kaufvertrag genehmigt, trotz seiner Bedenken gegen den Grundstückshandel zu überhöhten Preisen im Sanierungsgebiet.

Das ist ein Rückschlag für selbstbestimmte und genossenschaftliche Häuser und Projekte, die sozial verantwortlich wirtschaften möchten, OHNE ihre Mitglieder gelegentlich an eine GmbH & Co. KG zu verkaufen, danke!

Mehr im www, z.B. Mieterecho 10/2008 online Ausgabe
Infos anfordern, bitte Mail an: chronik@discardmail.de oder TTMMJJJJ@discardmail.de”

13 Responses to “Zum Verkauf der Christinenstraße 33”

  1. 1
    B. Arnim:

    Ich bin empört über die Darstellung der Genossenschaft auf den Plakaten. Die Darstellung kommt einer Rufmordkampagne gleich, sie ist eine Diffamierung! Mitbestimmung, Bewohnerbeteiligung werden in der Mietergenossenschaft “Bremer Höhe” eG seit ihrer Gründung groß geschrieben. Als Mitglied der Genossenschaft “Bremer Höhe” (seit 2000) habe ich mit Interesse die Geschichte mit der Christinenstraße 33 verfolgt, sowohl im Mitteilungsblatt der Genossenschaft als auch auf der Mitgliederversammlung wurde über die Christinenstraße diskutiert bzw. informiert. Hier der Link zum Artikel auf Seite 2:
    Bremer Höhe

    Dank der Genossenschaft wohne ich zu einer sehr günstigen Miete im mittlerweile völlig überteuerten Helmholtzkiez. Gäbe es nicht die Genossenschaft Bremer Höhe, könnte ich mir das Wohnen hier nicht mehr leisten.

    Der Verkauf der Christinenstraße 33 war nötig geworden, um wirtschaftlichen Schaden von Genossenschaft abzuwenden und sie damit nicht in ihrer Existenz zu gefährden, denn die Sanierung der Christinen 33 (Schimmel) wäre zu teuer geworden, genossenschaftlich vertretbare Mieten wären unmöglich geworden. Den Bewohnern der Christinen 33 wurden bezahlbare Wohnungen in der Bremer Höhe angeboten, einige haben das Angebot angenommen, die meisten nicht. Haben sie vielleicht auf hohe Abfindungen spekuliert? Der Verkauf ist bedauerlich, war aber zwingend notwendig. Eine mutige und richtige Entscheidung!

  2. 2
    Tobias:

    Na, dann fragt sich ja, warum die liebe Genossenschaft die von den Bewohner_innen vorgeschlagenen zwei Kaufinteressenten nicht nur abgelehnt, sondern schlichtweg ignoriert hat: Sie hat nicht einmal mit ihnen Kontakt aufgenommen. Und lieber viel Extra-Profit mit Investoren gemacht, die schon einige Mieter_innen mit bösen Mitteln aus dem Kiez vergrault haben.

  3. 3
    Markus:

    Als Betroffener möchte ich B.Arnim fragen: Warum ist denn der Helmholtz Kiez inzwischen so überteuert? Weil Hausbesitzer ohne Rücksicht auf Mieter und soziale Strukturen und nur im Interesse des höchstmöglichen Profites handeln. Genau wie die Bremer Höhe es jetzt getan hat.
    Für dich ist es vielleicht toll, daß du ( noch ) relativ günstig bei der Bremer Höhe wohnen kannst, nur auf wessen Kosten geht das? Erst wenn es DEINE Wohnung ist, die verkauft und in eine Eigentumswohnung umgewandelt wird, findest du die Bremer Höhe vielleicht nicht mehr ganz so schick.

  4. 4
    B. Arnim:

    Markus, erzähl doch keinen Quatsch! Es wurde monatelang mit den Bewohnern eine Lösung gesucht. Einige sind darauf eingegangen, andere aber nicht, die wollten sich aber offensichtlich rauskaufen lassen, so sieht’s aus. Alle Bewohner hätten für 4,84 € nettokalt in der Bremer Höhe wohnen können, alle! Die Christinen 33 war nicht mehr zu finanzieren, weil eine Hausschwammsanierung viel mehr kostet als veranschlagt. Oder hätten die Bewohner der Bremer Hier die günstige Miete in der Christinen subventionieren sollen? Wer hat der Bremer Höhe vor dem Kauf der Christinen 33 nichts vom Hausschwamm erzählt? Hör bloß auf mit dieser Diffamierungskampagne, völlig falsche Front! Hier zur Klarstellung der Text aus dem Mitteilungsblatt der Genossenschaft Bremer Höhe:
    “Am Anfang stand ein schönes, gemeinsames Projekt: die Christinenstraße 33, ein bald nach der Wende besetztes Haus mit längst legalisierten Mietverhältnissen und einer intakten Hausgemeinschaft. Eigentlich sollte es mal ein sogenanntes „Selbsthilfe-Haus“ werden, also im Zuge des öffentlichen Förderprogramms „Bauliche Selbsthilfe“ von und mit den Bewohnern saniert werden – dem standen aber ca. 1 5 Jahre lang die ungeklärten
    Eigentumsverhältnisse im Wege. Als der Rückübertragungsprozess für das Haus 2005 endlich abgeschlossen wurde, gab es das Programm „Bauliche Selbsthilfe“ und auch andere Förderprogramme nicht mehr. Die Bewohner wollten dennoch ihre Hausgemeinschaft sichern
    und machten sich auf die Suche nach einer bestehenden Genossenschaft, die das Haus kaufen konnte. Sie stießen auf die WBG „Bremer Höhe“ eG. Deren Vorstand und Aufsichtsrat fanden das Projekt gut, die Gruppe der Bewohner ansprechend und die Risiken kalkulierbar.
    Man wurde sich einig; die Genossenschaft kaufte zu einem relativ günstigen Preis und übernahm die Aufgabe der baulichen Sanierung. Mit den Bewohnern wurde ein „Selbstverwaltungsvertrag“ abgeschlossen, der den Umfang der Sanierung regelte, eine Kostenmiete vereinbarte und ihnen die Belegung freier Wohnungen vorrangig überließ. Die zugrunde liegende Kostenschätzung basierte auf Annahmen eines im Haus wohnenden Projektsteuerers sowie eines Architekten, der das Haus seit Jahren kannte.
    So weit so gut. Durch eine komplizierte Konstellation auf der Verkäuferseite zog sich die Eintragung ins Grundbuch sehr lange hin, erst danach begannen die Vorbereitungen der Sanierung. Und damit das böse Erwachen. Ein „kleines“ Holzschutzgutachten weckte
    einen unguten Verdacht, das darauf folgende „große“ Gutachten bestätigte ihn: Das Haus ist von unten bis oben von Hausschwamm befallen, so gut wie alle Holzteile und an mehreren Stellen auch das Mauerwerk sind betroffen. Damit war die bisherige Kostenschätzung, die von viel geringerem Befall ausgegangen war, hinfällig. Im Februar 2008 stellte die Genossenschaft den Bewohnern die den Umständen angepasste Kostenschätzung vor. Es musste vom zwei- bis dreifachen der bis dahin angenommenen Kosten ausgegangen werden. Eine Schwammsanierung in diesem Umfang bedeutete, dass alle Böden und Decken, alle Fenster, viele Türen und sogar der Dachstuhl, der erst in den 1 990ern saniert worden war, vollständig erneuert werden müssten. Ein Verbleib der Bewohner in den Wohnungen war unter diesen Umständen während der Sanierung nicht mehr
    möglich. Und – das schlimme Fazit – die Kostenmiete würde nun nicht mehr bei den avisierten 4,55 €, sondern eher bei 7,50 € bis 8,50 € pro m² nettokalt liegen. Eine solche Miete konnten die meisten Bewohner nicht zahlen. Auch Aufsichtsrat und Vorstand der „Bremer Höhe“ eG waren sich nicht sicher, ob sie Genossenschaftswohnungen
    zu solchen Konditionen schaffen wollten. Die nächsten Wochen gingen mit der Suche nach einer einvernehmlichen Lösung ins Land – gleichzeitig nahm der Handlungsdruck zusammen mit dem Schwamm im Haus zu. Trotz der Schwierigkeiten entschieden sich Vorstand und Aufsichtsrat schließlich, das Haus weiterhin als Genossenschaftsprojekt umsetzen zu wollen – Voraussetzung war jedoch die Mitwirkung der Bewohner.
    Im März 2008 teilten Vorstand und Aufsichtsrat den Bewohnern mit, welche Möglichkeiten sie für das Haus sahen. Die Vorzugsvariante war, dass die Genossenschaft das Haus sanierte, die Kostenmiete nach oben deckelte, allerdings bei einem Niveau von 7,50 € pro m², und den Bewohnern die Möglichkeit bot, entweder zu diesen Konditionen ins Haus zurückzukehren oder in Umsetzwohnungen der Bremer Höhe zu bleiben. Konkrete Wohnungsangebote wurden allen Bewohnern unterbreitet. Alternativ bot die Genossenschaft den Bewohnern an, das Haus als Gruppe zu einem Preis, der die bis dahin angefallenen Kosten der Genossenschaft deckte, selbst zu kaufen. Sollten diese beiden Optionen nicht zu realisieren sein, blieb, um Schaden von der Genossenschaft abzuwenden, nur der Verkauf des Hauses auf dem freien Markt.
    Trotz mehrerer von der S.T.E.R.N. GmbH und der Mieterberatung moderierter Gespräche, einem gescheiterten Mediationsversuch, diverser weiterer Treffen und der vielen E-Mails, die darauf folgten, konnten sich die Beteiligten nicht auf einen der beiden ersten Vorschläge einigen. Die Bewohner konnten und wollten nicht selber kaufen, auch eine Übernahme durch das „Mietshäusersyndikat“, das ihnen ähnliche Bedingungen wie die
    Genossenschaft geboten hatte, lehnten sie letztlich ab. Die Konditionen der vorgeschlagenen Sanierung durch die WBG „Bremer Höhe“ eG wollten sie jedoch auch
    nicht akzeptieren. Nur drei Bewohner der Christinenstraße 33 nahmen das Angebot der Genossenschaft an und zogen in Wohnungen der Bremer Höhe.
    Auf einem letzten Treffen am 2. Juli 2008 teilte die Gruppe der Hausbewohner den Vertretern der Genossenschaft sowie von S.T.E.R.N. und der Mieterberatung ultimativ mit, dass sie sich an den Selbstverwaltungsvertrag nicht mehr gebunden sähen und fortan wieder
    „nur noch Mieter“ sein wollten. Als solche würden sie Sanierungsmaßnahmen nur im Rahmen einer Modernisierungsankündigung dulden. Es wurde deutlich, dass sich das Interesse einiger Bewohner, aus der Situation für sich finanziell doch noch möglichst viel herauszuschlagen, sei es durch hohe Abfindungen oder individuell verhandelte niedrige Mieten, durchgesetzt hatte. Auch wenn diese Entscheidung aus Sicht des Einzelnen
    verständlich sein mag, für das gemeinsame Projekt bedeutete sie das Ende. Die von den Bewohnern gewünschte Variante war für die Genossenschaft nicht akzeptabel,
    weil sie alle Risiken bei ihr gelassen hätte. Die Genossenschaft hätte lediglich hoffen können, mit extrem hohen zukünftigen Mieten für die freien Flächen oder durch den teuren Verkauf von Teilflächen Abfindungen für die Bewohner bezahlen bzw. die nicht kostendeckenden Mieten der Bestandsmieter kompensieren zu können. Und die Modernisierung hätte sie vermutlich noch gerichtlich durchsetzen müssen. Das kam weder für den Aufsichtsrat noch für den Vorstand in Frage. So blieb nur die letzte Option, der Verkauf.
    Dieser erfolgte am 3. September 2008. Die WBG „Bremer Höhe“ eG verkaufte an einen Immobilieninvestor, der seit längerem in Prenzlauer Berg aktiv ist und die erforderlichen Verfahren gut kennt. Der Käufer sicherte zu, mit den Bewohnern ein Sozialplanverfahren abzuschließen. Der Verkaufserlös lag über dem von der Genossenschaft
    aufgebrachten Kaufpreis inklusive hinzugerechneter Verzinsung und entstandener Kosten. Der erzielte Überschuss soll nun neuen genossenschaftlichen Projekten zugute kommen.
    Am Ende hat die Genossenschaft das Projekt ohne wirtschaftlichen Schaden beendet – ein Grund zur Freude ist dies dennoch nicht, denn ein Genossenschaftsprojekt ist gescheitert und die Wohnzukunft der verbliebenen Bewohner der Christinenstraße 33 ist ungewiss. Vorstand und Aufsichtsrat werden bei zukünftigen Projekten alles tun, um eine solch unschöne Entwicklung von vorneherein zu vermeiden.”

  5. 5
    Dirk Germandi:

    Normalerweise kommentiere ich solche Polemik, die über unser Haus und mich als Person verbreitet wird, nicht! Dennoch möchte ich folgende Punkte in die Diskussion einbringen:

    Im Prenzlauer Berg wird seit Jahren zwischen den Investoren, den Ämtern und der Mieterberatung für die sanierungsbetroffenen Mieter nach sozialverträglichen Lösungen im Zuge der anstehenden Sanierungen gesucht. Genau aus diesem Grund schließen wir mit dem Bezirk einen öffentlich-rechtlichen Vertrag ab, in dem die Rahmenbedingungen zwischen den betroffenen Bestandsmietern, dem Land Berlin und uns geregelt werden. Es gibt sogar dazu eine Studie (die durch Berlin erstellt worden ist), in der nachgewiesen worden ist, dass die so genannte Altmieterschaft eben nicht durch die Sanierung der Häuser verdrängt worden ist!

    Insofern kann überhaupt keine Rede davon sein, dass die bestehenden Mieter “rausgeekelt” werden oder nach erfolgter Instandsetzung/Moderniserung “horrende” Mieten bezahlen müssen! Es findet ein Sozialausgleich statt und diesen respektieren wir! Interessant ist auch, dass dieses Verfahren mit der Mehrzahl der Mieter gelingt. Allerdings gibt es immer wieder welche, die neben einer billigen Miete und einer sehr gut sanierten Wohnung, den ganzen “Zirkus” deshalb anzetteln, um nochmals richtig Kohle zu machen… Blogs und die in diesem Zusammenhang publizierten Artikel sind reine Stimmungsmache, um die “Preise für nach Oben” zu treiben.

    Weiterhin will das Land Berlin, den gesetzlich geregelten Wertausgleich von uns als Investoren, in der Regel direkt beim Ankauf haben und nicht erst nach vielen Jahren. Konkret heisst dass, dass durch uns hohe fünf- bis sechsstellige Beträge an Berlin bezahlt werden müssen. Berlin ist angeblich “pleite” - konkret finanziert der Bezirk unter anderem mit dem durch uns bezahlten Geldern massiv in die Infrastruktur, Schulen, Spielplätze und viele andere soziale Projekt, die A L L E N zugute kommen.

  6. 6
    markus:

    HaHaHa, ist ja zum totlachen, wie sich hier der Vorstandsvorsitzende der Bremer Höhe Ulf Heitmann unter Pseudonym für seine Profitschinderei rechtfertigt, und dann sein “Geschäftspartner” Germandi einspringt mit Märchen von der Schönen Neuen Welt im Prenzlauer Berg!
    Herr Germandi, der Baustadtrat für Prenzlauer Berg, Michail Nelken ( Die Linke ) hat kürzlich erst wieder die “soziale Verdrängung ” beklagt, und klargestellt, dass in sanierten Häusern nach dem Ausbau “zwischen 90 und 100 Prozent” neue Mieter einziehen.
    Der link zum Tagesspiegel-Artikel

    Der
    Auf den “öffentlich-rechtlichen Vertrag” von dem Sie schwärmen, warten die Bewohner der Göhrener Straße und der Christinenstr.33 mit freudiger Erwartung. Bis dahin ist das nichts als heiße Luft.

    Woher ich weiß, daß es sich bei “Tobias” um Ulf Heitmann handelt? Seine arroganten und intriganten emails sind den Bewohnern der Christinenstr.33 nur zu bekannt.

    Wir bleiben alle.

  7. 7
    B. Arnim:

    Unglaublich, was “markus” da von sich gibt. Einige der Bewohner der Christinen 33 (bei Weitem nicht alle), die hoch gepockert haben und sich von der Genossenschaft rauskaufen lassen wollten, sind die wahren “Profitschinder” auf Kosten aller Bewohnerinnen und Bewohner im Prenzlauer Berg. Erst Stimmung machen, sich rauskaufen lassen und dann sich als Opfer hinstellen: “Hilfe, ich bin Opfer der Gentrifizierung!” Und der Mietspiegel steigt und steigt. Fragen Sie mal die Mieterberatung, wie viele Leute sich aus ihren Wohnungen in den letzten 15 Jahren haben rauskaufen lassen. Ich kenne etliche, das höchste was ich hörte, waren 1996 für eine 105 m²-Wohnung in der Kollwitzstraße 18.000 DM. Mehr als die Hälfte der Bewohner meines alten Wohnhauses in der Kastanienallee haben sich während der Sanierung 2003 rauskaufen lassen. Ich hatte damals eine Endumsetzwohnung in der Bremer Höhe angeboten bekommen und bin froh, dass ich hier einziehen konnte.
    Ja, ich bin Bewohnerin der Bremer Höhe und heiße weder Ulf und Tobias, sehr geehrter Herr “markus”, bin seit 2003 in der Bremer Höhe und ich will Ihnen mal was sagen, Herr “markus” oder wer auch immer Sie sind: Wenn Leute wie Herr Heitmann nicht gewesen wären, würde ich, die seit 1991 in Berlin-Prenzlauer Berg wohnt, hier wahrscheinlich bald nicht mehr wohnen können, denn dann gebe es keine Genossenschaft Bremer Höhe und damit kaum günstige Mieten. Was Herr Heitmann, Herr Dutschke und wie sie alle heißen, geleistet haben mit der Gründung, Sanierung und Erweiterung unserer Mietergenossenschaft, verdient Hochachtung. Solche Leute braucht es! Mein Mann und ich zahlen hier 4,84 € nettokalt, das finden Sie hier nirgendwo im Umkreis. Das hätten die Bewohner der Christinen 33 auch haben können, bloß eben nicht in der vom Hausschwamm befallenen Christinen 33. Wollten Sie aber nicht. Der Erlös aus dem Verkauf der Christinen (und die Bewohner dort hatten weiß Gott faire Angebote von der Genossenschaft, siehe mein Beitrag oben) fließt in weitere genossenschaftliche Projekte und wird nicht - Gott sei Dank - den übrig gebliebenen geldgeilen Bewohnern der Christinen 33 in den Rachen geworfen, denn von genossenschaftlichen Denken verstehen die nichts, das offenbart sich auch in Ihren unqualifizierten Beiträgen. Nichts als Polemik! Fragen Sie mal die Leute in der Liebigstraße, die Wagenburgler in Friedrichshain oder das Selbsthilfeprojekt in Schöneberg, die unterm Dach unserer Genossenschaft leben.
    Wir bleiben alle!

  8. 8
    d.z. bodenberg:

    Unglaublich, was “B. Arnim” immer wieder behauptet:

    “Alle Bewohner hätten für 4,84 € nettokalt in der Bremer Höhe wohnen können, alle!”
    oder “Mein Mann und ich zahlen hier 4,84 € nettokalt, das finden Sie hier nirgendwo im Umkreis.”

    Unglaublich? Unglaublich, dass irgendjemand glaubt, dass 4,84€/qm nettokalt günstig oder sogar billig ist. Das ist ja die alte “Mietobergrenze” in Sanierungsgebiete - natürlich nur, bis 12 Monate später die 1. Mieterhöhung kommt. Ich wohne auch (noch) in Prenzlauer Berg, im Sanierungsgebiet. Ich wohne zwar einfach, aber günstig. Ca. 1,50 € nettokalt bezahle ich. Nach der Sanierung werden fast alle BewohnerInnen des Hauses weg - weil die hier als “günstig” angepriesene 4,84 € einfach zu teuer sind, wenn man, wie so viele in der Stadt, trotz viel Lohnarbeit (wenn man Glück hat) wenig verdient - oder aufs Hartz IV angewiesen sind und man daher nach weit weg abgeschoben wird, wo die Mieten “angemessen” sind.

    In München, oder Hamburg, oder, ja, Stuttgart, mag 4,84 ein Schnäppchen sein - in Berlin immer noch nicht. Außer, man sei Anwalt oder hat zwei gutverdienenden im Haushalt, und keine Kinder, oder Familie.

    Und: es gibt durchaus sanierte Wohnungen in “stark nachgefragte Lagen”, die weit weniger als 4,84 kosten. Zwar nicht viele, aber noch einige.

  9. 9
    d.z. bodenberg:

    Und Menschen, die wenig haben, lassen sich rauskaufen, weil sie sich die “günstige” 4,84 nicht leisten können. Oder wissen, dass früher oder später eine Eigenbedarfskündigung zu erwarten ist - wenn z.B. das Haus nach der Sanierung dann als Eigentumswohnungen weiterverkauft wird. Oder man wird einfach rausgeekelt (siehe u.a. Belle Epoque/Choriner Straße).

  10. 10
    Dirk Germandi:

    Die ganze Diskussion ist unsachlich und von Partikularinteressen durchsetzt - ganz grundsätzlich kann man über alles diskutieren; nur dazu muss man auch sich wirklich bereit zu sein, zu “outen” - stattdessen versteckt man sich, bertreibt anonyme blogs und “quengelt wir kleine Bengel” rum.

    Wenn es das so genannte Mieterkollektiv wirklich geben sollte (was ich ernsthaft bezweifle), dann können diejenigen doch gebündelt und offen auftreten!? Was passiert stattdessen: Verunglimpfungen, abstruseste Vergleiche und Beschimpfungen… “Klassenkampf” ist bis zu einem bestimmten Punkt ganz witzig, aber irgendwann enden solche Dinge eben dann doch vor einem ordentlichen deutschen Gericht - i.d.R. vor dem Amtsgericht Mitte in der Littenstraße - mit dem Ergebnis, dass man dann in einer Mediation, ein für beide Seiten fairen Ausgleich findet. Und das Beste daran: Alle reden freundlich und in einem moderaten Ton miteinander (gerade wieder erlebt…).

    P.S. Noch einen Hinweis an den “Markus”; bevor er alles nachplappert, was andere so von sich geben, soll er sich das Gutachten doch mal besorgen (ich hab´s und bis zum Ende gelesen..)! Die Hälfte der so genannten Altmieter, die in dem Gutachten genannt werden, waren bereits Ende 1996 (!!!) weg. Insofern kann von “Verdrängung” keine Rede sein. Sondern die Bausubstanz und der gesamte Prenzlauer Berg waren in einem bemittleidenswerten Zustand, so dass viel damals nicht mehr dort wohnen wollten/konnten. Heute sieht das natürlich ganz anders aus…

  11. 11
    Klaus Hoepner:

    Lieber Dirk Germandi, den Spruch von den “anonymen Blogs” nimmst du bitte zurück. Ganz oben rechts in der horizontalen Navigation findest du den Menüpunkt “Impressum”. Wenn du darauf klickst, siehst du meinen Namen, meine vollständige Anschrift und Telefonnummer sowie selbstredend auch meine Mail. Das hier sind die Seiten des eingetragenen Vereins “Leute am Teute”, da ist nichts anonym. Gruß von Klaus Höpner

  12. 12
    Dirk Germandi:

    Hallo Herr Höppner, Sie wissen doch genau, dass Ich mit meiner Aussage zu dem “anonymen” Blog nicht die Website “Leute am Teute” gemeint habe; insofern gibt´s nichts zurückzunehmen. Ganz grundsätzlich finde ich Ihre Homepage klasse; denn Sie verstecken sich nicht…

    Schönen Sonntag noch!

  13. 13
    B. Arnim:

    Sehr geehrte/r Frau/Herr Bodenberg, ich hoffe, Sie können lesen und auch rechnen. Hier geht es um die Christinen 33 und das Angebot für die Bewohner/innen, für 4,84 € in der Bremer Höhe wohnen zu können.
    Glückwunsch zu den 1,50 €, doch die 4,84 €, die wir zahlen, sind günstig, für diese Lage und den Standard. In der Dunckerstraße wurde neulich eine Wohnung für 9,50 € vermietet, nahezu das Doppelte (siehe Vorort vom Mai 2009). Wenn Sie das nicht glauben, dann schauen Sie sich mal um und studieren Sie die Mietangebote in den Berliner Tageszeitungen. Und: Für 1,50 € nettokalt hätten die Genossenschaft Bremer Höhe hier nie die Häuser in der Bremer Höhe kaufen, geschweige denn sanieren können. Völlig unrealistisch. Ich kenne jemanden in der Oderberger, der 1,95 Euro Bruttokalt zahlt, dunkle Hinterhauswohnung, Ofenheizung, Klo halbe Treppe, kein Bad, feuchte Wände. So will ich aber nicht mehr wohnen, das hatte ich in meiner Studentenzeit bis 1998.
    Herzliche Grüße von B. Arnim (weder Anwältin noch Ärztin, sondern Angestellte, 2 Kinder, Haushaltsnettoeinkommen 2.300 €, davon 650 € Bruttowarmmiete)

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