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Radiofeature Brunnenviertel / Marthashof

Am Dienstag,03.03.2009 um 19:15 Uhr  strahlt der Deutschlandfunk ein Radiofeature von Anselm Weidner zum „sozialen Äquator“Bernauer Straße aus. In der Ankündigung heißt es:

„Im Brunnenviertel auf der früheren Westseite im Wedding geht die Angst um,ob das Geld für eine warme Mahlzeit am Tag reicht,ob die Miete im nächsten Monat bezahlt werden kann oder Vattenfall morgen den Strom abstellt. Die Menschen auf der anderen Seite der Bernauer Straße treibt die Sorge um,wie in den Pent Houses und Town Villas des „Urban Village“Marthashof ein „Wohnen ohne Kompromisse“(so die Werbung) zu organisieren ist,ob mit einer Duschterasse aus Naturkieseln oder aus fugenlosem Feinsteinzeug in Erdtönen. Marthashof mit 133 Luxuswohnungen ist die erste im Bau befindliche der vier in Berlin geplanten „guarded cities“für die Reichen in Berlin.

Über den Todesstreifen wächst das Gras;die einst hermetische Grenze zwischen den Machtblöcken in Berlins Mitte vernarbt. Eine neue ist entstanden,auf den ersten Blick unsichtbar;und sie vertieft sich von Tag zu Tag. Die neue Grenze an der Bernauer Straße könnte belegen:Nicht von der Politik aufgezwungene ideologische Grenzen spalten die Menschen und Völker,sondern die von der Ökonomie aufgezwungenen Klassengrenzen.“

Deutschlandfunk:Brunnenviertel/Marthashof Der „soziale Äquator” als neue Grenze
via:Anliegerinitiative Marthashof

Nachtrag:
Für diejenigen,die das Feature verpasst haben,hier die Sendung zum Nachhören.
Sendezeit:03.03.2009 19:15
Autor:Weidner,Anselm
Programm:Deutschlandfunk
Sendung:Das Feature
Länge:43:50 Minuten

Brunnenviertel Marthashof

2 Kommentare zu Radiofeature Brunnenviertel / Marthashof

  • Kalle

    In den letzten Minuten des Radiobeitrags kommt Andrej Holm zu Wort. Er selbst schreibt in seinem Blog folgendes zum Thema:

    „Inhaltlich wird das Thema der Aufwertung im Feature nicht von den quartierlichen Verdrängungseffekten aufgerollt,im Zentrum steht vielmehr eine gesamtstädtische Perspektive der sozialräumlichen Neuordnungen in der Stadt. Während die politischen Zielstellungen der Berliner Stadtpolitik ungebrochen am Leitbild der Sozialen Stadt und einer sozialen Mischung festhalten,verdeutlicht das Feature einen Ausschnitt der längt etablierten Spaltungslinien. Ludwig Stoffel,Geschäftsführer von Stoffanel,dem Projektträger des Luxuswohnprokjektes Marthashof in Berlin Prenzlauer Berg kommt zu Wort und darf erklären wie die neue Mischung von Prenzlauer Berg aussehen wird:

    ‚Top-value heißt Werte,wir wollen Werte schaffen,und wir sagen,meine Frau hat’s vorhin gesagt,intelligenten Luxus. Wir wollen in unseren Projekten eine Mischung haben von middle-class,upper-middle-class,von Menschen die einfach eine Atmosphäre,ein Gefühl suchen. Die Lebensqualität,das ist Wert,das ist top-value.'“

    http://gentrificationblog.wordpress.com/

  • […] Marthashof-Richtfest –einem Immobilienprojekt,das ganz bestimmt nicht dazu angetan ist,der sozialen Spaltung der Stadt etwas entgegen zu […]

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